No English translation follows the German text (for the same reason as in the previous post. Once an English translation becomes available of the primary literature, then an English blog post could be considered.)
Hallo,
Um diesen Post gut zu verstehen, sollten Sie zuerst den Post vom 26.11.2012 (a.k.a. gestern) lesen.
Fertig? Gut, dann schreibe ich weiter.
Nach Veröffentlichung des gestrigen Posts mit der Lupenanalyse des dritten Tweets der Woche wurde ich von einer Leserin angesprochen. Sie fragte mich, "warum Montag?" Die Feinanalyse hat gezeigt, dass eigentlich jedes Wort der Geschichte gut durchdacht war und einen Grund hatte, so zu sein, wie es war und an der Stelle zu sein, an der es war. "Montag" wurde jedoch scheinbar nicht so präzise gewählt. Heute erkläre ich:
a) warum Montag
b) was besser wäre als Montag
A: Warum Montag
Ich könnte behaupten, Montag wurde als Ucks Todestag ausgesucht, weil Montag traditionell der schlechteste Tag der Woche ist und es dementsprechend passend ist, wenn sich an diesem Tag was Schlechtes (hier: Tod) ereignet.
Oder ich könnte behaupten, Montag wurde als Ucks Todestag ausgesucht, weil Montag der erste Tag der Woche ist, der also eigentlich ein Tag zum Nach-vorne-Schauen geeignet wäre, weshalb es dann einen krassen Kontrast herstellt, wenn am Anfang der Woche das Ende von etwas (hier: einem Leben) passiert.
Diese wären beide ganz okaye Gründe, wären aber gelogen.
Im ersten (nicht-veröffentlichten) Entwurf der Geschichte ist Uck an einem Sonntag gestorben, da Sonntag als Tag empfunden wurde, an dem ein Mann am häufigsten mit der Frau zusammen frühstücken würde. Dies wäre ein etwas schwacher Grund gewesen, aber das war der Grund. Sonntag wurde dann nur deswegen mit Montag ersetzt, weil das Tweet schon über der Maximalzeichenzahl war und durch die Ersetzung man ein Zeichen sparen konnte. So ein schwacher Grund. Bedauerlich.
B. Was besser wäre als Montag
Besser als Montag wäre "Morgen" - also "Eines Morgens war der Kaffee vergiftet". Dies wäre besser:
1) Weil kein Tag definiert wird, wird man nicht durch die Wahl eines bestimmten Tages abgelenkt. Und da der Tag eigentlich egal ist, ist es ziemlich unordentlich, überflüssige Informationen in die Geschichte hineinzubringen.
2) Man frühstückt am Morgen und man weiß, dass Uck zum Frühstück Kaffee trinkt. Deshalb würde "eines Morgens" die Verbindung zum Anfang der Geschichte besser aufrecht erhalten. Und man weiß, dass Uck diesen vergifteten Kaffee trinken wird (weil er morgens Kaffee trinkt), während ein Montagskaffee nicht zwangsläufig von Uck getrunken wird (wenn es zum Beispiel Montagabend wäre).
Außerdem hat Morgen(s) die gleiche Zeichenzahl wie Montag(s): 6(7). Aus dem Grund wäre es unproblematisch, die Geschichte so zu verändern.
Ein Tweet mit der verbesserten Version der Geschichte wird demnächst veröffentlicht. Bis dahin freue ich mich auf weitere Anregungen, Bemerkungen und Verbesserungsvorschläge.
Danke.
Herr Bench
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Tuesday, 27 November 2012
Monday, 26 November 2012
Das dritte Tweet der Woche
No English translation follows the German text (because the post is too heavily based on a German piece of writing which is yet to be translated).
Guten Tag,
Heute erkläre ich euch das dritte Tweet der Woche. Das Tweet lautet:
"Zum Frühstück trank Uck immer einen Kaffee. Seine Frau trank lieber Tee. Eines Montags war der Kaffee vergiftet. Sie überlebte. Uck starb."
Also...
Der erste Satz erklärt eine Situation, die gut als Einleitung dient, weil sie ganz gewöhnlich ist. Auch durch den hohen Bekanntheitsgrad des Satzes kann man leicht das einzige unbekannte Wort "Uck" leicht verstehen. Uck ist offensichtlich eine Person, denn es sind Personen, die immer zum Frühstück einen Kaffee trinken. Durch die Unbekanntheit des Namens "Uck" wird jedoch Neugier beim Leser erweckt. Er fragt sich, "Wer ist denn Uck?", "Ist das ein Mann oder eine Frau?" Vielleicht macht er sich schon ein Bild von "Uck", um dann später zu gucken, ob im weiteren Verlauf der Geschichte seine Erwartungen wahr werden oder ob er überrascht wird.
Der nächste Satz fängt mit dem Begriff "Seine Frau" an. "Durch diesen ersten Begriff erfährt der Leser zwei Sachen:
1) Uck ist ein Mann
2) Uck ist verheiratet
Man könnte meinen, schon durch das erste Wort "Seine" zu erfahren, dass Uck ein Mann ist, aber theoretisch könnte sich "Seine" auf den Kaffee oder gar das Frühstück beziehen, beispielsweise wenn der Satz "Seine weiteren Komponente waren Bohnen, Champignons und ein von beiden Seiten gebratenes Spiegelei" oder "Seine Anfangstemperatur war immer hoch genug, um Uck genügend Zeit zu geben, die Sportseiten seiner Lieblingszeitung zu lesen, bevor er ihn austrinken konnte" wäre. Weil aber weder Frühstücke noch Kaffees Frauen haben können, wissen wir nach dem Wort "Frau", dass es sich um Ucks Frau handelt (weil wir ja vorher schon aus dem ersten Satz schließen konnten, dass Uck eine Person ist).
Dann kommt das Wort "trank", das wir schon im ersten Satz hatten. Das Trinken ist also ein dem Leser schon bekanntes Thema. Er erwartet also eine sinnvolle Verbindung zwischen dem "trank" in diesem Satz und dem "trank" im ersten Satz. Und durch das Wort "lieber", das einen Vergleich beschreibt, geht diese Erwartung auch in Erfüllung. Dann kommt das Wort "Tee", was als klassischer Gegensatz zum Kaffee fungiert.
Es ist typisch in solchen Geschichten (denken wir an die Story von Jack Sprat), einen solchen ja/nein (oder an/aus, schwarz/weiß) Gegensatz vorzustellen. Der eine geht links, der andere rechts. Dass die Personen, auf die sich dieser Gegensatz bezieht, dann Mann und Frau sind, ist auch relativ typisch in solchen Situationen. Durch diesen klassischen Aufbau wird das Vertrauen des Lesers auch gewonnen, denn er wird nicht allzu sehr herausgefordert und er kann sich auf die paar neuen Informationen konzentrieren. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er Folgendes gelernt:
1) Es gibt einen Mann
2) Der Mann heißt Uck
3) Uck trinkt gerne Kaffee
4) Uck ist verheiratet
5) Seine Frau trinkt lieber Tee als Kaffee, scheint aber mit ihrem Mann zusammen zu frühstücken
6) weitere Meinungsunterschiede zwischen den beiden Ehepartnern kann der Leser mutmaßen - er hat sie aber noch nicht bestätigt bekommen.
Der nächste Satz fängt mit dem Begrifff "Eines Montags" an. Dieser steht im Gegensatz zum Wort "immer" im ersten Satz. Der erste Satz war ja die Einleitung, die also die allgemeingeültige Situation dargestellt hat. Der jetztige Satz baut auf diesen auf - "eines Montags" ist auch schon ein Teil von "immer" - das heißt, der Leser weiß, dass auch "eines Montags" Uck Kaffee zum Frühstück trinken wird und dass seine Frau höchstwahrscheinlich Tee trinken wird. Es sei denn - natürlich - dass irgendwas dazwischen kommen sollte.
Die darauf folgende Information, dass der Kaffee (und der Leser versteht schon "der Kaffee, den Uck an diesem Montag zum Frühstück trank") an diesem einen Montag vergiftet war, ist schon erschreckend für den Leser. Er wird schon etwas Ungewöhnliches erwartet haben, weil das "eines Montags" an sich eine Situation andeutet, die nicht alltäglich ist. Sonst würde es ja "jeden Montag" heißen. Dieses Außergewöhnliche hätte jedoch natürlich etwas Schönes, Positives sein können.
Aber weil der Leser weiß, dass Uck immer Kaffee trank und dass seine Frau (implizit: ebenfalls immer) lieber Tee trank, kann er eigentlich schon ab jetzt den Rest der Geschichte vorhersehen.
"Sie überlebte" heißt der nächste Satz. Der logisch denkende Leser kann hier zufrieden rufen, "Natürlich! Weil sie lieber Tee trank!" Man zeigt dem Leser also, dass die Logik, die er aus seinem Alltag kennt, auch in dieser Geschichte funktioniert. Das heißt, er kann sich in die Situation hineindenken und erwarten, dass seine weiteren Erwartungen auch in Erfüllung gehen sollten, wenn sie durch die Informationen begründet sind, die die Geschichte ihm bisher geliefert hat. Das ist eine Funktion dieses Satzes.
Die zweite ist Folgende: "Sie überlebte" ist an sich ein ganz banaler Satz. Sowohl Uck als auch seine Frau überlebten ja fast jedes gemeinsame Frühstück, das sie zusammen genommen haben. Jedoch ist die Betonung - das heißt die Tatsasche, dass der Autor es für erwähnenswert hält, zu schreiben, schon ein Vorzeichen dafür, dass "sie überlebte" im Gegensatz zu etwas noch zu Kommendem stehen wird. Zumal der Leser (solange er sich konzentrieren konnte) weiß, dass Uck einen vergifteten Kaffee getrunken hat, was man in manchen Fällen ja nicht unbedingt überleben wird. Der Zufriedenheit, die mit der Erkennung der Funkionsfähigkeit seiner Logik folgt also höchstwahrscheinlich etwas weniger Genießbares.
Und in der Tat. Im letzten Satz geht die gruselige Erwartung des Lesers auch in Erfüllung, die er schon aus den Informationen weniger Sätze schließen konnte: Uck starb.
Damit ist die Geschichte auch erwartungsgemäß vorbei. Uck, der erste Charakter, der dem Leser vorgestellt wurde, ist natürlich die Hauptfigur der Geschichte und mit dem Ende seines Lebens ist seine Geschichte auch zu Ende: Uck starb.
Es bleiben jedoch Fragen offen. Der Leser weiß, wie Uck starb - durch das Trinken eines Kaffees - wie er immer zum Frühstück trank - der jedoch an diesem einen Montag vergiftet war. Aber warum? Das Wort "vergiftet" beinhaltet implizit einen Subjekt - die Person, die die Handlung vollbracht hat. Und wenn jemand hinter dem Vergiften von Ucks Kaffee steckt, muss diese Person gewollt haben, dass Uck stirbt. Denn man vergiftet (gewöhnlich) mit einem ziemlich bestimmten Ziel. "Eines Montags war der Kaffee kaputt/faul/hat der Kaffee scheiße geschmeckt" würde nicht dasselbe bewirken wie "vergiftet". Denn:
1) Der Leser würde nicht so genau kommen sehen, dass Uck stirbt
2) Der Leser hätte keinen allzu guten Grund, anzunehmen, dass jemand Uck umgebracht hat
3) Der Leser würde also nicht überlegen, wer das hätte sein können.
Und das bringt uns zum nächsten Punkt. Da die Geschichte dem Leser nur zwei Personen vorstellt, fällt der Vedacht quasi nach Ausschlussverfahren auf die Frau. Sie trinkt Tee, weshalb sie außer Gefahr ist, wenn nur der Kaffee vergiftet ist und andere zur Verfügung stehende Heißgetränke sauber bleiben. Zudem ist es ein bekanntes Phänomen in der Literatur, dass Frauen ihre Ehemänner (und andersrum) ermorden.
Also bleibt der Verdacht, aber eine klare Antwort auf diese Frage - die Frage nach dem Täter - liefert die Geschichte nicht. Ein solches Ende kann unter Umständen gewisse Unzufriedenheiten beim Leser auslösen, aber meist ist es vorteilhaft, mindestens eine Frage offen zu lassen, damit sich der Leser noch weiter über das Leserlebnis hinaus mit der Geschichte beschäftigt und sich Gedanken macht zum Schicksal und zu den Beweggründen der Personen. Das war hier beabsichtigt. Und ein solches Ende ist auch der Form eines 140-Zeichen-Tweets ganz gerecht.
Also...
Das war die Erklärung der Geschichte aus dichterischer und aufbautechnischer Sicht. Wer einen tieferen Sinn sucht, ihm wird natürlich nicht entgehen, dass der Satz "Uck starb" eine gewisse Klangähnlichkeit mit einer beliebten Kaffeehauskette hat. Und da er durch vergifteten Kaffee stirbt, ist dies wohl kein Zufall, sondern vom Autor beabsichtigt. Ob die Geschichte aber deswegen als Globalisierungskritik zu verstehen ist, das darf der Leser so interpretieren, wie er möchte.
Ich hoffe, euch hat die Geschichte gefallen.
Bis zum nächsten Mal.
Herr Bench
Guten Tag,
Heute erkläre ich euch das dritte Tweet der Woche. Das Tweet lautet:
"Zum Frühstück trank Uck immer einen Kaffee. Seine Frau trank lieber Tee. Eines Montags war der Kaffee vergiftet. Sie überlebte. Uck starb."
Also...
Der erste Satz erklärt eine Situation, die gut als Einleitung dient, weil sie ganz gewöhnlich ist. Auch durch den hohen Bekanntheitsgrad des Satzes kann man leicht das einzige unbekannte Wort "Uck" leicht verstehen. Uck ist offensichtlich eine Person, denn es sind Personen, die immer zum Frühstück einen Kaffee trinken. Durch die Unbekanntheit des Namens "Uck" wird jedoch Neugier beim Leser erweckt. Er fragt sich, "Wer ist denn Uck?", "Ist das ein Mann oder eine Frau?" Vielleicht macht er sich schon ein Bild von "Uck", um dann später zu gucken, ob im weiteren Verlauf der Geschichte seine Erwartungen wahr werden oder ob er überrascht wird.
Der nächste Satz fängt mit dem Begriff "Seine Frau" an. "Durch diesen ersten Begriff erfährt der Leser zwei Sachen:
1) Uck ist ein Mann
2) Uck ist verheiratet
Man könnte meinen, schon durch das erste Wort "Seine" zu erfahren, dass Uck ein Mann ist, aber theoretisch könnte sich "Seine" auf den Kaffee oder gar das Frühstück beziehen, beispielsweise wenn der Satz "Seine weiteren Komponente waren Bohnen, Champignons und ein von beiden Seiten gebratenes Spiegelei" oder "Seine Anfangstemperatur war immer hoch genug, um Uck genügend Zeit zu geben, die Sportseiten seiner Lieblingszeitung zu lesen, bevor er ihn austrinken konnte" wäre. Weil aber weder Frühstücke noch Kaffees Frauen haben können, wissen wir nach dem Wort "Frau", dass es sich um Ucks Frau handelt (weil wir ja vorher schon aus dem ersten Satz schließen konnten, dass Uck eine Person ist).
Dann kommt das Wort "trank", das wir schon im ersten Satz hatten. Das Trinken ist also ein dem Leser schon bekanntes Thema. Er erwartet also eine sinnvolle Verbindung zwischen dem "trank" in diesem Satz und dem "trank" im ersten Satz. Und durch das Wort "lieber", das einen Vergleich beschreibt, geht diese Erwartung auch in Erfüllung. Dann kommt das Wort "Tee", was als klassischer Gegensatz zum Kaffee fungiert.
Es ist typisch in solchen Geschichten (denken wir an die Story von Jack Sprat), einen solchen ja/nein (oder an/aus, schwarz/weiß) Gegensatz vorzustellen. Der eine geht links, der andere rechts. Dass die Personen, auf die sich dieser Gegensatz bezieht, dann Mann und Frau sind, ist auch relativ typisch in solchen Situationen. Durch diesen klassischen Aufbau wird das Vertrauen des Lesers auch gewonnen, denn er wird nicht allzu sehr herausgefordert und er kann sich auf die paar neuen Informationen konzentrieren. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er Folgendes gelernt:
1) Es gibt einen Mann
2) Der Mann heißt Uck
3) Uck trinkt gerne Kaffee
4) Uck ist verheiratet
5) Seine Frau trinkt lieber Tee als Kaffee, scheint aber mit ihrem Mann zusammen zu frühstücken
6) weitere Meinungsunterschiede zwischen den beiden Ehepartnern kann der Leser mutmaßen - er hat sie aber noch nicht bestätigt bekommen.
Der nächste Satz fängt mit dem Begrifff "Eines Montags" an. Dieser steht im Gegensatz zum Wort "immer" im ersten Satz. Der erste Satz war ja die Einleitung, die also die allgemeingeültige Situation dargestellt hat. Der jetztige Satz baut auf diesen auf - "eines Montags" ist auch schon ein Teil von "immer" - das heißt, der Leser weiß, dass auch "eines Montags" Uck Kaffee zum Frühstück trinken wird und dass seine Frau höchstwahrscheinlich Tee trinken wird. Es sei denn - natürlich - dass irgendwas dazwischen kommen sollte.
Die darauf folgende Information, dass der Kaffee (und der Leser versteht schon "der Kaffee, den Uck an diesem Montag zum Frühstück trank") an diesem einen Montag vergiftet war, ist schon erschreckend für den Leser. Er wird schon etwas Ungewöhnliches erwartet haben, weil das "eines Montags" an sich eine Situation andeutet, die nicht alltäglich ist. Sonst würde es ja "jeden Montag" heißen. Dieses Außergewöhnliche hätte jedoch natürlich etwas Schönes, Positives sein können.
Aber weil der Leser weiß, dass Uck immer Kaffee trank und dass seine Frau (implizit: ebenfalls immer) lieber Tee trank, kann er eigentlich schon ab jetzt den Rest der Geschichte vorhersehen.
"Sie überlebte" heißt der nächste Satz. Der logisch denkende Leser kann hier zufrieden rufen, "Natürlich! Weil sie lieber Tee trank!" Man zeigt dem Leser also, dass die Logik, die er aus seinem Alltag kennt, auch in dieser Geschichte funktioniert. Das heißt, er kann sich in die Situation hineindenken und erwarten, dass seine weiteren Erwartungen auch in Erfüllung gehen sollten, wenn sie durch die Informationen begründet sind, die die Geschichte ihm bisher geliefert hat. Das ist eine Funktion dieses Satzes.
Die zweite ist Folgende: "Sie überlebte" ist an sich ein ganz banaler Satz. Sowohl Uck als auch seine Frau überlebten ja fast jedes gemeinsame Frühstück, das sie zusammen genommen haben. Jedoch ist die Betonung - das heißt die Tatsasche, dass der Autor es für erwähnenswert hält, zu schreiben, schon ein Vorzeichen dafür, dass "sie überlebte" im Gegensatz zu etwas noch zu Kommendem stehen wird. Zumal der Leser (solange er sich konzentrieren konnte) weiß, dass Uck einen vergifteten Kaffee getrunken hat, was man in manchen Fällen ja nicht unbedingt überleben wird. Der Zufriedenheit, die mit der Erkennung der Funkionsfähigkeit seiner Logik folgt also höchstwahrscheinlich etwas weniger Genießbares.
Und in der Tat. Im letzten Satz geht die gruselige Erwartung des Lesers auch in Erfüllung, die er schon aus den Informationen weniger Sätze schließen konnte: Uck starb.
Damit ist die Geschichte auch erwartungsgemäß vorbei. Uck, der erste Charakter, der dem Leser vorgestellt wurde, ist natürlich die Hauptfigur der Geschichte und mit dem Ende seines Lebens ist seine Geschichte auch zu Ende: Uck starb.
Es bleiben jedoch Fragen offen. Der Leser weiß, wie Uck starb - durch das Trinken eines Kaffees - wie er immer zum Frühstück trank - der jedoch an diesem einen Montag vergiftet war. Aber warum? Das Wort "vergiftet" beinhaltet implizit einen Subjekt - die Person, die die Handlung vollbracht hat. Und wenn jemand hinter dem Vergiften von Ucks Kaffee steckt, muss diese Person gewollt haben, dass Uck stirbt. Denn man vergiftet (gewöhnlich) mit einem ziemlich bestimmten Ziel. "Eines Montags war der Kaffee kaputt/faul/hat der Kaffee scheiße geschmeckt" würde nicht dasselbe bewirken wie "vergiftet". Denn:
1) Der Leser würde nicht so genau kommen sehen, dass Uck stirbt
2) Der Leser hätte keinen allzu guten Grund, anzunehmen, dass jemand Uck umgebracht hat
3) Der Leser würde also nicht überlegen, wer das hätte sein können.
Und das bringt uns zum nächsten Punkt. Da die Geschichte dem Leser nur zwei Personen vorstellt, fällt der Vedacht quasi nach Ausschlussverfahren auf die Frau. Sie trinkt Tee, weshalb sie außer Gefahr ist, wenn nur der Kaffee vergiftet ist und andere zur Verfügung stehende Heißgetränke sauber bleiben. Zudem ist es ein bekanntes Phänomen in der Literatur, dass Frauen ihre Ehemänner (und andersrum) ermorden.
Also bleibt der Verdacht, aber eine klare Antwort auf diese Frage - die Frage nach dem Täter - liefert die Geschichte nicht. Ein solches Ende kann unter Umständen gewisse Unzufriedenheiten beim Leser auslösen, aber meist ist es vorteilhaft, mindestens eine Frage offen zu lassen, damit sich der Leser noch weiter über das Leserlebnis hinaus mit der Geschichte beschäftigt und sich Gedanken macht zum Schicksal und zu den Beweggründen der Personen. Das war hier beabsichtigt. Und ein solches Ende ist auch der Form eines 140-Zeichen-Tweets ganz gerecht.
Also...
Das war die Erklärung der Geschichte aus dichterischer und aufbautechnischer Sicht. Wer einen tieferen Sinn sucht, ihm wird natürlich nicht entgehen, dass der Satz "Uck starb" eine gewisse Klangähnlichkeit mit einer beliebten Kaffeehauskette hat. Und da er durch vergifteten Kaffee stirbt, ist dies wohl kein Zufall, sondern vom Autor beabsichtigt. Ob die Geschichte aber deswegen als Globalisierungskritik zu verstehen ist, das darf der Leser so interpretieren, wie er möchte.
Ich hoffe, euch hat die Geschichte gefallen.
Bis zum nächsten Mal.
Herr Bench
Sunday, 18 July 2010
Kaffeetassen und Teetassen
English translation follows the German text.
Hallo. Leider habe ich vorhin fast versprochen, heute noch einen Post zu veröffentlichen. Das erklärt das mögliche gezwungene Gefühl dieses Eintrags, in dem es eigentlich um Motivation gehen soll, sich aber eher mit einer meiner Kaffeetassen auseinandersetzt.
Wie unterscheidet man Kaffeetassen von Teetassen? Es gibt einige Hinweise:
- Kaffeetassen fehlt meistens eine Untertasse, denn Kaffee schüttelt sich seltener über den Tassenrand hinaus als Tee. Dies liegt daran, dass man seltener eine Zitronenscheibe in einen Kaffee hineinwirft, was dann durch dein Nicht-Passieren kein Überschütteln verursacht.
- Teetassen haben meistens einen viel zu kleinen Griff für eine erwachsene Hand, denn man trinkt Tee auf eine seltsam edle Weise, bei der man nur einen Finger durch das Griffloch (das zwischen Griff und Tasse) schieben muss. Andere Finger beschäftigen sich mit Elegangt-Aussehen und In-die-Luft-strecken.
- Auf Kaffeetassen steht häufig das Wort "Espresso" oder "Capuccino". Auf Teetassen befinden sich eher Blümchen oder geometrische Formen, die Blümchen ähneln, dennoch auf keinen Fall Blümchen sind, denn sie wollen keinen Patent brechen.
- Teetassen sind aus zerbrechlicheren Materialien als Kaffeetassen. Kaffeetrinker pflegen, mehr zu zittern als Teetrinker und, auch wenn sie ihre Tassen nicht fallen lassen, kommt es oft vor, dass sie diese gegen herumstehende Gegenstände (z.B. Drucker-Scanner-Kopierer-Geräte, Modelwindmühlen) schlagen. Damit sie nicht kaputt gehen, sind also Kaffeetassen in der Regel weniger labil als Teetassen.
- Kaffeetassen sind größer als Teetassen, was noch deutlicher auffällt, wenn die Tassen in Kombination mit den entsprechenden Löffeln verwendet werden. Kaffeelöffel sind nämlich kleiner als Teelöffel und dadurch wirken sie wie Lupen auf die Kaffeetassen, die sich in ihrer Nähe befinden.
- Teetassen sind fast immer in Sets von bis zu 6 Stück zu kaufen, während Kaffeetassen desöfteren Einzelstücke sind. Nicht, weil Teetrinker geselliger sind, sondern weil die Teetassen (wie oben erklärt) häufiger kaputt gehen und so dass sie nicht immer wieder nachgekauft werden müssen.
Ich besitze eine Tasse, auf der das Wort "Guiness" steht. Ich habe nie Guiness daraus getrunken, nenne sie aber trotzdem immer meine Guiness-Tasse. Nach den oben geschilderten Kriterien ist sie eigentlich eine Kaffeetasse, aber die Bezeichnung Guiness-Tasse lass ich ungerne beiseite. Um diese Verkommenheit meines Sprachgebrauchs werde ich anfangen, mindestens einmal im Monat ein Guiness aus der Tasse zu trinken, oder mindestens einen Kaffee, der mit einer ordentlichen Menge Schnaps begünstigt wird. Dann wird keiner mich kritisieren können. Bis morgen.
Hello. Unfortunately I almost promised earlier to publish another post today. That may explain the possible forced feel of this entry, in which it should be about motivation, but in fact deals more with one of my coffee cups.
How do you distinguish coffee cups from tea cups? There are a few clues:
- Coffee cups are generally missing a saucer, because coffee spills itself over the edge of the cup less often than tea. This is due to the fact that one more rarely casts a lemon slice into a coffee, which then through its not-happening fails to lead to spillage.
- Tea cups mostly have a handle which is far too small for a grown-up hand, because one drinks tea in an unusually noble manner, by which one only has to push one finger through the handle-hole (the hole between the handle and the cup). Other fingers are busy looking elegant and stretching into the air.
- On coffee cups one often finds the word "espresso" or "capuccino". On tea cups one tends to find flowers or geometric shapes which look like flowers, which are however certainly not flowers, because they don't want to violate the patent.
- Tea cups are made of more fragile materials than coffee cups. Coffee drinkers tend to shiver more than tea drinkers and, even if they don't drop their cups, it often happens that they hit them against objects in their vicinity (e.g. printer-scanner-copier-machines, model windwills). So that they don't break, coffee cups are, as a rule, less unstable than tee cups.
- Coffee cups are bigger than tea cups, which is particularly noticeable when the cups are used in combination with their corresponding spoons. Coffee spoons are, you see, smaller than tea spoons and therefore work like magnigfying glasses on the coffee cups which are nearby.
- Tea cups are almost always to be bought in sets of up to 6, whilst coffee cups are more often individuals. Not because tee drinkers are more sociable, but because tea cups (as explained earlier) tend to break more frequently and so that they don't always have to be bought anew.
I own a cup which has the word "Guiness" on it. I've never drunk Guiness out of it, but I still call it my Guiness Cup. According to the criteria detailed above, it is actually a coffee cup, but I don't really like to eschwer the name Guiness-Cup. In order to get past this squalor of my language usage, I intend to start drinking a Guiness from the cup at least once a month, or at least a coffee which has been pepped up with a serious amount of schnaps. Then nobody will be able to criticise me. See you tomorrow.
Hallo. Leider habe ich vorhin fast versprochen, heute noch einen Post zu veröffentlichen. Das erklärt das mögliche gezwungene Gefühl dieses Eintrags, in dem es eigentlich um Motivation gehen soll, sich aber eher mit einer meiner Kaffeetassen auseinandersetzt.
Wie unterscheidet man Kaffeetassen von Teetassen? Es gibt einige Hinweise:
- Kaffeetassen fehlt meistens eine Untertasse, denn Kaffee schüttelt sich seltener über den Tassenrand hinaus als Tee. Dies liegt daran, dass man seltener eine Zitronenscheibe in einen Kaffee hineinwirft, was dann durch dein Nicht-Passieren kein Überschütteln verursacht.
- Teetassen haben meistens einen viel zu kleinen Griff für eine erwachsene Hand, denn man trinkt Tee auf eine seltsam edle Weise, bei der man nur einen Finger durch das Griffloch (das zwischen Griff und Tasse) schieben muss. Andere Finger beschäftigen sich mit Elegangt-Aussehen und In-die-Luft-strecken.
- Auf Kaffeetassen steht häufig das Wort "Espresso" oder "Capuccino". Auf Teetassen befinden sich eher Blümchen oder geometrische Formen, die Blümchen ähneln, dennoch auf keinen Fall Blümchen sind, denn sie wollen keinen Patent brechen.
- Teetassen sind aus zerbrechlicheren Materialien als Kaffeetassen. Kaffeetrinker pflegen, mehr zu zittern als Teetrinker und, auch wenn sie ihre Tassen nicht fallen lassen, kommt es oft vor, dass sie diese gegen herumstehende Gegenstände (z.B. Drucker-Scanner-Kopierer-Geräte, Modelwindmühlen) schlagen. Damit sie nicht kaputt gehen, sind also Kaffeetassen in der Regel weniger labil als Teetassen.
- Kaffeetassen sind größer als Teetassen, was noch deutlicher auffällt, wenn die Tassen in Kombination mit den entsprechenden Löffeln verwendet werden. Kaffeelöffel sind nämlich kleiner als Teelöffel und dadurch wirken sie wie Lupen auf die Kaffeetassen, die sich in ihrer Nähe befinden.
- Teetassen sind fast immer in Sets von bis zu 6 Stück zu kaufen, während Kaffeetassen desöfteren Einzelstücke sind. Nicht, weil Teetrinker geselliger sind, sondern weil die Teetassen (wie oben erklärt) häufiger kaputt gehen und so dass sie nicht immer wieder nachgekauft werden müssen.
Ich besitze eine Tasse, auf der das Wort "Guiness" steht. Ich habe nie Guiness daraus getrunken, nenne sie aber trotzdem immer meine Guiness-Tasse. Nach den oben geschilderten Kriterien ist sie eigentlich eine Kaffeetasse, aber die Bezeichnung Guiness-Tasse lass ich ungerne beiseite. Um diese Verkommenheit meines Sprachgebrauchs werde ich anfangen, mindestens einmal im Monat ein Guiness aus der Tasse zu trinken, oder mindestens einen Kaffee, der mit einer ordentlichen Menge Schnaps begünstigt wird. Dann wird keiner mich kritisieren können. Bis morgen.
Hello. Unfortunately I almost promised earlier to publish another post today. That may explain the possible forced feel of this entry, in which it should be about motivation, but in fact deals more with one of my coffee cups.
How do you distinguish coffee cups from tea cups? There are a few clues:
- Coffee cups are generally missing a saucer, because coffee spills itself over the edge of the cup less often than tea. This is due to the fact that one more rarely casts a lemon slice into a coffee, which then through its not-happening fails to lead to spillage.
- Tea cups mostly have a handle which is far too small for a grown-up hand, because one drinks tea in an unusually noble manner, by which one only has to push one finger through the handle-hole (the hole between the handle and the cup). Other fingers are busy looking elegant and stretching into the air.
- On coffee cups one often finds the word "espresso" or "capuccino". On tea cups one tends to find flowers or geometric shapes which look like flowers, which are however certainly not flowers, because they don't want to violate the patent.
- Tea cups are made of more fragile materials than coffee cups. Coffee drinkers tend to shiver more than tea drinkers and, even if they don't drop their cups, it often happens that they hit them against objects in their vicinity (e.g. printer-scanner-copier-machines, model windwills). So that they don't break, coffee cups are, as a rule, less unstable than tee cups.
- Coffee cups are bigger than tea cups, which is particularly noticeable when the cups are used in combination with their corresponding spoons. Coffee spoons are, you see, smaller than tea spoons and therefore work like magnigfying glasses on the coffee cups which are nearby.
- Tea cups are almost always to be bought in sets of up to 6, whilst coffee cups are more often individuals. Not because tee drinkers are more sociable, but because tea cups (as explained earlier) tend to break more frequently and so that they don't always have to be bought anew.
I own a cup which has the word "Guiness" on it. I've never drunk Guiness out of it, but I still call it my Guiness Cup. According to the criteria detailed above, it is actually a coffee cup, but I don't really like to eschwer the name Guiness-Cup. In order to get past this squalor of my language usage, I intend to start drinking a Guiness from the cup at least once a month, or at least a coffee which has been pepped up with a serious amount of schnaps. Then nobody will be able to criticise me. See you tomorrow.
Sunday, 28 February 2010
The impact of the written word on the human psyche
English translation follows the German text.
Vor zwei Wochen habe ich mit meiner Frau über unsere neue Wohnung gesprochen. Wir haben noch keine neue Wohnung, aber ich dachte, es wäre gut, alles gut im Vorfeld zu planen. Wir haben ein paar sinnvolle Dinge besprochen, wie viele Zimmer wir brauchen usw., aber dann habe ich auch gesagt, "Auf keinen Fall sollen wir Tassen kaufen, auf denen "Kaffee" oder "Mocha" steht, denn man kommt sich einfach blöd vor, wenn man ein anderes Getränk aus einem auf diese Weise beschrifteten Becher trinkt." Das fand ich richtig und gut. Gestern war ich aber Tassen-kaufen und ich die billigste Tasse von gewünschter Größe und Form war eine solche mit "Latte" drauf. Da verzögerte ich einige Minuten, war sogar in einem anderen Laden, aber zum Schluss habe ich die Tasse dann doch nicht gekauft, weil ich meine Prinzipien doch für richtig halte. Mir ist auch während dieser einigen Minuten eingefallen, dass ich längst Wodka oder Konjak oder andere Schnäpse aus Schnapsbechern trinke, auf den verschiedenes steht. Ich tue es sogar gerne. Ich mag sogar beschriftete Schapsbecher viel mehr als unbeschriftete, auch wenn ich selten vorhabe, das in der Beschriftung erwähnte Getränk zu saufen. Eine Begründung für diesen diametralen Unterschied zwischen meinen Vorlieben beim Kaffee und den beim Wodka habe ich noch nicht, aber so bald ich alles geklärt habe, melde ich mich. Wenn ihr mal ähnliche Komplikationen erlebt habt, wisst ihr ja, wo man hier nen Kommentar hinterlässt.
A couple of weeks ago I was chatting to my wife about our new flat. We don't have a new flat yet but I thought it would be good to get everything planned in advance. We talked about a few sensible things, how many rooms we need and stuff, but then I also said, "We should certainly avoid buying any cups which have "coffee" or "mocha" written on them, because you just feel stupid if you're drinking some other drink out of a cup which bears a label of this kind." I thought that was correct and good. Yesterday though, I was out buying cups and the cheapest cup of the desired size and shape was such a one with "Latte" written on it. I hesitated for a few minutes, was even in another shop and then eventually I didn't buy the cup because I do indeed think that my principles are correct. I also realised during these few minutes, that I have for a long time been drinking vodka or cognac or other spirits out of shot glasses with all kinds of stuff written on them. I even enjoy doing it. I even go so far as to like shot glasses with stuff written on them far more than plain ones, even if I rarely intend to knock back the drink that is described in the marking. I don't yet have any reasoning for this diametric difference between my preferences with coffee and with vodka, but as soon as I've cleared things up, I'll let you know. If you've experienced similar complications, then you know where you can leave a comment here.
Vor zwei Wochen habe ich mit meiner Frau über unsere neue Wohnung gesprochen. Wir haben noch keine neue Wohnung, aber ich dachte, es wäre gut, alles gut im Vorfeld zu planen. Wir haben ein paar sinnvolle Dinge besprochen, wie viele Zimmer wir brauchen usw., aber dann habe ich auch gesagt, "Auf keinen Fall sollen wir Tassen kaufen, auf denen "Kaffee" oder "Mocha" steht, denn man kommt sich einfach blöd vor, wenn man ein anderes Getränk aus einem auf diese Weise beschrifteten Becher trinkt." Das fand ich richtig und gut. Gestern war ich aber Tassen-kaufen und ich die billigste Tasse von gewünschter Größe und Form war eine solche mit "Latte" drauf. Da verzögerte ich einige Minuten, war sogar in einem anderen Laden, aber zum Schluss habe ich die Tasse dann doch nicht gekauft, weil ich meine Prinzipien doch für richtig halte. Mir ist auch während dieser einigen Minuten eingefallen, dass ich längst Wodka oder Konjak oder andere Schnäpse aus Schnapsbechern trinke, auf den verschiedenes steht. Ich tue es sogar gerne. Ich mag sogar beschriftete Schapsbecher viel mehr als unbeschriftete, auch wenn ich selten vorhabe, das in der Beschriftung erwähnte Getränk zu saufen. Eine Begründung für diesen diametralen Unterschied zwischen meinen Vorlieben beim Kaffee und den beim Wodka habe ich noch nicht, aber so bald ich alles geklärt habe, melde ich mich. Wenn ihr mal ähnliche Komplikationen erlebt habt, wisst ihr ja, wo man hier nen Kommentar hinterlässt.
A couple of weeks ago I was chatting to my wife about our new flat. We don't have a new flat yet but I thought it would be good to get everything planned in advance. We talked about a few sensible things, how many rooms we need and stuff, but then I also said, "We should certainly avoid buying any cups which have "coffee" or "mocha" written on them, because you just feel stupid if you're drinking some other drink out of a cup which bears a label of this kind." I thought that was correct and good. Yesterday though, I was out buying cups and the cheapest cup of the desired size and shape was such a one with "Latte" written on it. I hesitated for a few minutes, was even in another shop and then eventually I didn't buy the cup because I do indeed think that my principles are correct. I also realised during these few minutes, that I have for a long time been drinking vodka or cognac or other spirits out of shot glasses with all kinds of stuff written on them. I even enjoy doing it. I even go so far as to like shot glasses with stuff written on them far more than plain ones, even if I rarely intend to knock back the drink that is described in the marking. I don't yet have any reasoning for this diametric difference between my preferences with coffee and with vodka, but as soon as I've cleared things up, I'll let you know. If you've experienced similar complications, then you know where you can leave a comment here.
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